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Die Neuerungen der Canon 5D Mark IV

Die Weiterentwicklung geht in die vierte Runde: Nach vier Jahren stellt Canon das neuste 5er Modell mit einem 30,4-Megapixel-CMOS-Sensor (vorher nur 22 Megapixel) im altbekannten Vollformat vor. An Bord sind nun Funktionen wie GPS, WLAN und NFC. Im Videomodus haben sich einige Dinge getan und Fotografen können sich über einen das Dual Pixel RAW Format freuen…

Bevor ich auf der diesjährigen Photokina das neuste Modell von Canon begutachten werde (und darüber ebenfalls nochmal sprechen werde), verschaffe ich mir einen groben Überblick über alle Erneuerungen zur Kamera, die Canon vorgestellt hat:

Der neue Sensor

Sensortechnisch ist bei die Größe alles beim Alten geblieben, jedoch werkelt in der neuen 5D Mark IV ein 30,4-Megapixel-CMOS-Sensor, der einen höheren Dynamikumfang aufweist.

Der Bildprozessor ist der neue DIGIC 6+ der 7 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann und bis zu 21 RAW’s hintereinander einfängt. Bei JPG’s ist die Serienaufnahme nicht begrenzt.

Das Rauschverhalten der neue Canon 5D Mark IV ist ebenfalls verbessert worden: Mithilfe neuer Algorithmen sind die Ergebnisse im Low-Light Bereich stark verbessert worden. Der ISO reicht von 100 bis 32.000 und lässt sich auf 50 und bis zu 102.400 erweitern.

Eine große Innovation ist das neue „Dual Pixel RAW“-Format, mit der die Schärfe-Ebene in der Nachbearbeitung leicht versetzt werden kann. Wer gerne offenblendig und mit hohen Brennweiten fotografiert, kennt das Problem, dass die Schärfe-Ebene schnell verzieht und das Motiv unscharf ist.

Dual Pixel RAW erklärt

Jedes Pixelelement – auf dem Sensor – ist mit zwei nebeneinander angeordneten Fotodioden ausgestattet, die beim fotografieren entweder mit dem linken oder rechtem Teil belichtet wird.

Ein Bild besteht demnach nicht aus einem sondern aus zwei Bildern, die von jeweils einem Signal mit Informationen gesichert werden.

Wenn du beim nächsten unscharfen Foto denkst, dass der Schärfepunkt nur minimal verfehlt wurde, kannst du mit dem mitgeliefertem Programm Software Digital Photo Professional die Feinanpassung vornehmen. Wann Adobe die Funktion in Photoshop oder Lighroom implementiert, ist derzeit noch nicht bekannt.

Ob die Funktion in der Praxis immer gut funktioniert, bleibt abzuwarten, denn Canon selber gibt einige Tipps mit, wie z.B. eine Mindest-Brennweite von 50mm, eine Blende von 5,6 oder größer und einer ISO-Empfindlichkeit von höchstens 1.600, damit die Anpassung optimal funktioniert.

Die Dateigröße der RAW-Files ist bei einem Foto mit der Innovation doppelt so groß, bedarf also größere Speicherkarten, bei der gleichbleibenden Anzahl an Fotos.

Alle Informationen über das Dual Pixel RAW Format nachlesen…

Videofunktionen in der 5D

Videografen profitieren bei der neusten Entwicklung von einer internen DCI 4k-Auflösung (4.096 x 2.160 Pixel / 4:2:2 Farbsampling und 8-Bit Farbtiefe) mit 30, 25 und 24 Frames pro Sekunde bei 500 Mbps. Selbstverständlich lassen sich auch 50 Bilder pro Sekunde aufzeichnen, wenn die Auflösung auf Full HD (1.920 x 1.080 Pixel / 4:2:0 Farbsampling) reduziert wird und in HD-Ready (1.280 x 720 Pixel) lassen sich spektakulärere Videoaufnahmen mit 120 Bildern erfassen, um langsamere Zeitlupen-Aufnahmen zu produzieren.

Im 4k-Videomodus stellt sich die Kamera auf einen Cropfaktor von 1.74x. Bei Full HD oder HD-Ready hat man jedoch auf das komplette Vollformat Zugriff.

Ebenfalls bietet Canon den Käufern eine kamerainterne Sicherung von Einzelaufnahmen (Frames) an und exportiert diese als 8,8 Megapixel Fotos.

HDR-Videos sind mit dem neusten Modell ebenfalls möglich und liefert den Videografen Videos mit höheren Belichtungsumfang.

Externe Rekorder können nun auch verwendet werden: Der HDMI-Ausgang bietet den Videografen ein unkomprimiertes Full HD Material mit 4:2:2 Farbsampling und ist beispielsweise mit einem Atmomos Ninja 2* kombinierbar.

Erste Ergebnisse: Neue Canon 5D Mark IV

Ein Video über die neue Canon, gedreht wurde ebenfalls mit der 5D Mark IV:

Weitere Änderungen der 5D

  • GPS-Funktion schreibt in die Meta-Daten die Koordinaten der Kamera
  • WLAN und NFC verschnellert den Austausch zwischen Kamera und Computer bzw. Smartphone/Tablet
  • Schluss mit MagicLantern: Wenn es um Zeitraffer-Videos geht, kann man sich auf das neue Intervalometer der 5D setzen und Bilder in bestimmten Abständen schießen (maximal 99 Stunden, 59 Minuten und 59 Sekunden)
  • 3,2-Zoll-Display mit einer Bilddiagonalen von 8,1 Zentimetern ist anti-reflektierend und kann nun mit den Fingern verwendet werden (touchfähig)
  • Update: Canon EF 24-105mm 1:4L IS II USM und Canon EF 16-35mm 1:2,8L III USM kommen mit der neuen 5D auf den Markt und sind optimal für die neusten Kameras

Die EOS 5D Mark IV soll voraussichtlich ab September 2016 zum Preis von 4.065 Euro (UVP) erhältlich sein und damit deutlich teuer als der Vorgänger sein.

Günstig: Canon 5D Mark III auf Amazon

Ich bin gespannt, wie sich die neue Canon 5D Mark IV in der Praxis anstellen wird und wie die neuen Funktionen den Alltag erleichtert.

Was hältst du davon? Wie findest du die neuen Funktionen der 5D? Sind Schnittstellen wie WLAN oder NFC überhaupt notwendig? Kann Canon damit wieder ins Rennen rundum Videos einsteigen und die Konkurrenz beeindrucken?

Schreib‘ mir deine Meinung in die Kommentare!

Dein Philipp 🙂

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